HUBER+SUHNER hält sich in schwierigem Umfeld ansprechend
Diversifizierung wirkt stabilisierend – Kostenbasis angepasst – Tieferes, aber passables Ertragsniveau – Positiver freier Cashflow – Insgesamt flache Entwicklung für zweites Semester 2009 erwartet
Nach einer Phase besonders dynamischen Wachstums in den Jahren 2006 bis 2008 wurde auch HUBER+SUHNER im ersten Halbjahr 2009 vom Abschwung der Weltwirtschaft erfasst. Im Vergleich zum Vorjahr ging der Auftragseingang der Gruppe weltweit um 23% auf CHF 312.2 Mio. und der Umsatz um 19% auf CHF 313 .6 Mio. zurück. Der Einfluss des Kupferpreises (ca. 4%) und Währungseffekte (ca. 2%) drückten den Umsatz der Gruppe um rund 6%. Ohne diese Effekte resultierte ein Umsatzrückgang von noch 13% gegenüber Vorjahr.
HUBER+SUHNER hält sich ansprechend, weil in den letzten Jahren die Diversifizierung gezielt gefördert wurde und sich nun auch in der Berichtsperiode schöne Erfolge in Marktsegmenten wie z. B. Bahnen, Solar und fiberoptischen Anwendungen einstellten. Die Entwicklung der Geschäftsbereiche zeigt ein differenziertes Bild. Während sich die Fiberoptik gut und die Niederfrequenztechnik passabel hielten, war der Geschäftsbereich Hochfrequenz mit einem Einbruch des Auftrageingangs von 38% am stärksten vom Abschwung betroffen. Entsprechend wurden verschiedene Massnahmen eingeleitet, um die Kapazitäten in der Hochfrequenztechnik den neuen Marktgegebenheiten anzupassen. Im Vordergrund standen dabei der Abbau von Überstunden und Feriensaldi sowie Frühpensionierungen, aber auch Kurzarbeit und ein moderater Stellenabbau waren nicht zu vermeiden. Der Bestand an fest angestellten Mitarbeitenden nahm weltweit gegenüber der Vorjahresperiode um 7% von 3718 auf 3456 ab.
Das tiefere Geschäftsvolumen und die genannten Einflüsse drückten die Bruttomarge von 37.9% im Vorjahr auf 35.6%. Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug im Berichtszeitraum CHF 22.2 Mio. (Vorjahr CHF 53.5 Mio.), die EBIT Marge 7.1%. Es gelang, das Unternehmen auf einem respektablen Ertragsniveau zu halten, trotz Restrukturierungskosten von rund CHF 5.7 Mio., trotz des negativen Einflusses des gesunkenen Kupferpreises (CHF 2.3 Mio. auf Stufe EBIT) und trotz tieferer Einmalerträge (CHF –5.5 Mio. gegenüber Vorjahr). Der Konzerngewinn war, anders als im Vorjahr, von positiven Währungseffekten beeinflusst und belief sich nach Steuern auf CHF 20.0 Mio. (Vorjahr CHF 35.6 Mio.).
Erfreulich ist, dass HUBER+SUHNER auch nach Auszahlung der Dividende in Höhe von CHF 19.3 Mio. im ersten Halbjahr 2009 einen positiven freien Cashflow von CHF 14.6 Mio. erarbeitete. Die Ausstattung mit Eigenkapital beträgt mit CHF 465.4 Mio. nach wie vor eindrucksvolle 76% der Bilanzsumme von CHF 612.4 Mio.
Für das zweite Halbjahr 2009 erwartet HUBER+SUHNER eine flache Umsatzentwicklung auf dem aktuellen Niveau. Bei stabiler Geschäftssituation liegt, aufgrund der reduzierten Kostenbasis, sogar eine leicht höhere EBIT-Marge als im ersten Halbjahr 2009 im Bereich des Möglichen.