
Das gute Resultat bestätigt die Richtigkeit der nun abgeschlossenen Restrukturierung und Neuorientierung
Das Berichtsjahr 2004 wird als eines der bisher erfolgreichsten Jahre in die Geschichte von HUBER+SUHNER eingehen; es stand im Zeichen eines erfreulichen Umsatzwachstums, einer wieder voll hergestellten Ertragskraft sowie einer erneut verbesserten Bilanzsituation. Die beiden Hauptziele – Rückkehr auf den Wachstumspfad sowie Stärkung der Ertragskraft – wurden gar übertroffen. Das gute Resultat des Berichtsjahres bestätigt die Richtigkeit der nun abgeschlossenen Restrukturierung und Neuorientierung des Unternehmens. Besonders erwähnenswert und erfreulich ist die breit abgestützte Entwicklung mit Wachstum in allen drei Hauptmärkten Kommunikation, Transport und Industrie. Auch beide Unternehmensbereiche sowie alle geografischen Regionen trugen mit Umsatz- und Ertragswachstum zur positiven Entwicklung der HUBER+SUHNER Gruppe bei.
HOHE PROFITABILITÄT
Der fakturierte Nettoumsatz
von CHF 561 Mio. liegt um 7,4% über dem Vorjahr (522 Mio.); unter Berücksichtigung der Portfolioveränderungen
betrug das Umsatzwachstum gar 11,6%. Vor allem dank guter Auslastung und der nun voll wirksam gewordenen
Restrukturierungsmassnahmen gelang es, die Bruttomarge von 32,6% auf beachtliche 37,6% zu steigern.
Trotz einer leichten Erhöhung der Betriebskosten um CHF 5,5 Mio. auf knapp CHF 170 Mio. verbesserte
sich das Betriebsergebnis (EBIT) wiederum sehr stark von CHF 6,3 Mio. auf 41,2 Mio. und die EBIT-Marge
stieg von 1,2% auf 7,3% an. Somit konnte die erst für 2005 prognostizierte Ziel-EBIT-Marge von 7% bereits
im Berichtsjahr erreicht beziehungsweise übertroffen werden. Positiv zu vermerken sind zudem die niedrigen
Zinskosten als Folge reduzierter Finanzverbindlichkeiten und des tiefen Zinsniveaus. Der Konzerngewinn
nahm von CHF 6,6 auf 31,5 Mio. zu, was einer Erhöhung der Umsatzgewinnrate von 1,3% auf 5,6% entspricht.
Damit wurde sogar die Marke des absoluten Rekordjahres 2000 mit einer Umsatzgewinnrate von 5,5% noch
leicht übertroffen.
In der Konzernbilanz verbesserte sich die Eigenkapitalquote von 62,7% auf 68,4%. Darin widerspiegelt sich eine weitere Steigerung des Eigenkapitals von CHF 259,8 Mio. auf 285,9 Mio. Ungeachtet des stattlichen Umsatzwachstums und der damit verbundenen Investitionen ins Nettoumlaufvermögen sowie der Wiederaufnahme der Dividendenzahlung resultierte ein hoher Freier Cash Flow von CHF 50,2 Mio. (Vorjahr 53,6 Mio.). Die Netto-Liquiditätsposition (Liquidität abzüglich Bankschulden) verbesserte sich von CHF 2,9 auf 53,2 Mio. und die Bankverschuldung nahm auch im Berichtsjahr wieder deutlich von CHF 48,7 Mio. auf nur noch 18,1 Mio. ab.
Bei den Investitionen lagen die Schwerpunkte vor allem auf der Automatisierung der Montage für die neuen koaxialen Steckergenerationen, der Modernisierung und den Kapazitätserweiterungen in der Kabelfabrik Pfäffikon sowie dem weiteren Ausbau der Informatikinfrastruktur. Mitte Dezember 2004 erfolgte im Werk Witzberg in Pfäffikon der Spatenstich für eine leistungsfähige Vernetzungsanlage, die Anfang 2006 ihren Betrieb aufnehmen wird.
Die beiden Semester des Berichtsjahres zeigten einen unterschiedlichen Geschäftsverlauf. So führte der sprunghafte Auftragsanstieg zu Beginn des Jahres zu einem Umsatz, der die Erwartungen für das erste Halbjahr deutlich übertraf. Demgegenüber schwächte sich in der zweiten Jahreshälfte die Nachfrage wie vorausgesehen wieder etwas ab, insbesondere aufgrund der inzwischen aufgefüllten Lager unserer Kunden im Mobilfunksegment.
ENTWICKLUNG DER MARKTSEGMENTE
Um das Marktrisiko
zu reduzieren und zu verteilen, wurde die Strategie der ausgewogenen Diversifizierung in unsere drei
Hauptmärkte «Kommunikation», «Transport» und «Industrie» konsequent weitergeführt. Erstmals erzielten
im Berichtsjahr die fortgeführten industriellen Anwendungen dank einem eindrücklichen Wachstum von 14,3%
den grössten Umsatzanteil; zusammen mit dem Marktsegment «Transport» tragen sie jetzt 59,6% zum Konzernumsatz
bei. Demgegenüber sind die Kommunikations-Anwendungen zwar in absoluten Zahlen ebenfalls gewachsen,
ihr prozentualer Umsatzanteil ist jedoch leicht auf 40,4% zurückgegangen.