
SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN
HUBER+SUHNER kehrte im Jahr 2004 nach einer längeren schwierigen Phase wieder auf den Wachstumspfad zurück. Das Unternehmen erreichte mit den fortgeführten Geschäften zweistellige Wachstumsraten und konnte dank breit abgestützten Terraingewinnen in allen Marktsegmenten die Ertragskraft spürbar verbessern. Wie im «Bericht über das Geschäftsjahr» durch den CEO detailliert erklärt, ist auch die im Jahr 2003 erfolgreich abgeschlossene Restrukturierung erstmals voll wirksam geworden, was die positive Trendwende wesentlich beschleunigt hat. Neben dem stattlichen Wachstum aus eigener Kraft wurde das gute Ergebnis ferner begünstigt durch bessere Rahmenbedingungen, denn sowohl die Weltwirtschaft als auch die von uns bedienten Märkte haben sich leicht erholt.
Allerdings stellte der teilweise rasante Wandel der Nachfrage unsere Anpassungsfähigkeit konstant auf die Probe. Wir haben im Jahr 2004 überzeugend bewiesen, dass wir über die entscheidende betriebliche Flexibilität verfügen; auch alle Mitarbeitenden haben einen grossen Einsatz zur Bewältigung des Anfang Jahres sprunghaft gestiegenen Auftragseinganges geleistet. Deshalb sind wir zuversichtlich, auch in Zukunft für solche Herausforderungen gut gewappnet zu sein.
DIVERSIFIZIERUNG BELOHNT
Die Strategie einer ausgewogenen Diversifizierung in die drei Hauptmärkte Kommunikation, Transport und Industrie wurde konsequent weitergeführt und hat sich sehr bewährt. In allen von uns belieferten Marktsegmenten erwarten wir weiteres Entwicklungspotenzial. Besonders ausgeprägt gilt dies für die industriellen Märkte, die erstmals zum grössten Umsatzträger avanciert sind und in denen sich die Investitionstätigkeit deutlich verbessert hat. Wir generierten ein markantes Wachstum aus eigener Kraft und konnten die Kundenbasis erfolgreich vergrössern. Der Hauptmarkt Kommunikation wird durch immer zahlreichere, benutzerfreundliche und preisgünstige Dienstleistungen zweifellos weiter an Attraktivität gewinnen und dadurch sein Entwicklungspotenzial zusätzlich steigern, wobei jedoch die Marktteilnehmer mit einem enormen Preisdruck konfrontiert sind. Aufgrund unserer Kernkompetenzen und unserer starken Stellung insbesondere im Mobilfunk verfügen wir aber über eine vorteilhafte Ausgangsposition. Auch im Transportsektor eröffnen sich für uns gute Perspektiven, vor allem dank anhaltendem Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie weiteren noch ungenutzten Möglichkeiten im Automobilmarkt.
GESTIEGENES EIGENKAPITAL
Unsere gesunde Konzernbilanz mit einer hohen Eigenkapitalquote – das Resultat eines jahrzehntelangen vorsichtigen Finanzgebarens – hat den schwierigen Transformationsprozess in den vergangenen Jahren wesentlich unterstützt und erleichtert. Aufgrund der erfolgreich durchgeführten Neuausrichtung innerhalb unserer Kernkompetenzen, anhaltender Margenverbesserung sowie strikter Kostenkontrolle verbesserte sich der Betriebserfolg signifikant – das Gleiche gilt für den stark gestiegenen Konzerngewinn. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 63% auf über 68%, was unseren unternehmerischen Entscheidungsspielraum weiter vergrössert. Die gesteigerte Ertragskraft, die guten Verschuldens- und Liquiditätssituation sowie die hohe Eigenkapitalausstattung in der Bilanz ermöglichen es HUBER+SUHNER, die Zukunft aus einer Position der Stärke anzugehen. Mehr denn je gilt, dass unternehmerische Risiken ausschliesslich über Eigenmittel finanziert werden sollen. Grundsätzlich sind wir auch für Akquisitionen offen, sofern diese portfoliokonform sind und einen substanziellen Mehrwert bei ausreichendem Ertragspotenzial versprechen.
DIVIDENDENERHÖHUNG BEANTRAGT
Die Börse hat die überdurchschnittlich positive Ertragsentwicklung und die erzielte Trendwende mit einem weiter angestiegenen Börsenkurs honoriert. Lag dieser am Jahresende 2003 noch bei CHF 54, erreichte er Ende des Berichtsjahres CHF 79, was einer Zunahme von 46% entspricht. Aufgrund der erfreulichen Steigerung des Konzerngewinnes hat der Verwaltungsrat beschlossen, der Generalversammlung die Ausschüttung einer Dividende von CHF 2 (Vorjahr CHF 0.50) pro Namenaktie vorzuschlagen.
UMSTELLUNG AUF IFRS
Wie bereits angekündigt, wird HUBER+SUHNER im Jahr 2005 die finanzielle Berichterstattung auf IFRS umstellen. Die wertmässigen Auswirkungen dieser Umstellung dürften sich in engen Grenzen halten, da die zurzeit angewendeten Konsolidierungs- und Bewertungsgrundsätze weitgehend mit den IFRSRegeln übereinstimmen. Der Halbjahresbericht 2005 wird noch auf der Basis von SWISS GAAP FER erstellt.
WECHSEL IM VERWALTUNGSRAT
An der Generalversammlung im April 2005 wird der Schreibende infolge Erreichens der Altersgrenze vom Präsidium des Verwaltungsrates zurücktreten. Als neuer Verwaltungsratspräsident ist der bisherige Vizepräsident, Dr. David Syz, vorgesehen. Der Verwaltungsrat ist glücklich, mit Herrn Dr. Syz einePersönlichkeit vorschlagen zu können, die ideale Voraussetzungen für dieses Amt mitbringt. Der designierte Verwaltungsratspräsident verfügt über grosse Erfahrung in Industrie und Politik, kennt als langjähriges Mitglied des Verwaltungsrates von HUBER+SUHNER (von 1987 bis 1999 sowie wiederum seit 2004) das Unternehmen à fond und geniesst volle Akzeptanz. Zudem arbeitet er vertrauensvoll und effizient mit unserer Konzernleitung zusammen, was eine gute Voraussetzung für rasche Entscheidungsfindung und zielgerichtete Führung der HUBER+SUHNER Gruppe darstellt.
DANK AN ALLE BETEILIGTEN
Das Berichtsjahr hat von unseren Mitarbeitenden wiederum vollen Einsatz verlangt. Für das grosse persönliche Engagement und die immer wieder bewiesene Loyalität danke ich allen Beteiligten herzlich. In den Dank schliesse ich auch unsere Kunden, Lieferanten, alle andern Geschäftspartner und insbesondere die Aktionäre ein.
Verbleibt mir persönlich die angenehme Pflicht, anlässlich meines bevorstehenden Rücktritts als Präsident des Verwaltungsrates und meines Ausscheidens aus diesem Gremium allen meine aufrichtige Anerkennung für die gute, oft langjährige Zusammenarbeit auszusprechen. Ich bin dankbar, in der Person von Herrn Dr. Syz einen Nachfolger gefunden zu haben, der Gewähr für eine positive Weiterentwicklung von HUBER+SUHNER bietet. CEO Urs Kaufmann verfügt seinerseits – unterstützt von seinem Team – über alle Eigenschaften und Fähigkeiten, um HUBER+SUHNER auch in Zukunft auf Erfolgskurs zu halten. Ich bin überzeugt, dass mit diesen beiden Persönlichkeiten der Generationenwechsel gut vollzogen ist und alle Voraussetzungen für Kontinuität in der Führung gegeben sind.
MARC C. CAPPIS
PRÄSIDENT DES VERWALTUNGSRATES